Arsenal

31 „unsichtbare“ Dachwohnungen

Ehemaliger Militärkomplex im Stil des romantischen Historismus bietet ideale Voraussetzungen für hochwertiges Wohnen im Grünen

Eines der bemerkenswertesten historischen Gebäudeensembles Wiens stellt das im 3. Wiener Bezirk liegende Arsenal dar. Baugeschichtlich Versierte wissen zu berichten, dass es sich dabei um die bedeutendste profane Baugruppe des Romantischen Historismus in Wien handelt und dass diese in italienisch-mittelalterlichen beziehungsweise byzantinisch-islamischen Formen ausgeführt wurde. Die aus mehreren Backsteinbauten bestehende Anlage befindet sich auf einer Anhöhe südlich des Landstrasser Gürtels – und damit im Brennpunkt städtebaulicher Großereignisse, wie beispielsweise der Errichtung des neuen Wiener Hauptbahnhofs sowie der Entwicklung des Sonnwendviertels und des Quartiers Belvedere Central.

Zahlen, Daten & Fakten

  • Objektadresse
    Dachgeschoßausbau
    Arsenal Objekt 12 | A-1030 Wien
  • Architekt
    TM Architekten ZT GmbH | A- 1070 Wien
  • Projektmanagement
    CAD Office Müllner GmbH | A-2320 Schwechat
  • Fläche/Bauzeit/Baujahr
    3360m²/16 Monate/2011/2012
    (31 Wohnungen)
Von viel Grün umgeben, bietet das Areal seinen Nutzern die Ausübung zahlreicher Freizeit- und Sportbetätigungen. Nahversorgung sowie Anbindung an das hochrangige individuelle und öffentliche Verkehrsnetz sind hier in einer Qualität gegeben, wie sie kaum sonst wo in Wien zu finden ist. Objekt 12 des Arsenals, um das es in dieser Betrachtung geht, ist das östliche Eckgebäude der Umbauung. Dieses denkmalgeschützte, historische Gebäude mit Ziegelfassade und Rundbogenfensterns erfuhr in den Jahren 2011 und 2012 eine Aufwertung durch den Ausbau eines Dachgeschoßes mit 34 Wohnungen, der auf einer Fläche von rund 3.360 m² realisiert wurde. Der über Stiegenhäuser, neu eingepasste Liftanlagen und gedeckte Laubengänge erschlossene, vierkantige Aufbau musste gemäß den Auflagen des Denkmalschutzes so erfolgen, dass er nicht zu sehen ist, wenn man vor dem Gebäude steht. Für die Planer des Umbaus kein Problem, da die Bestandsfassade einige Meter über die ursprünglich oberste Decke des Objekts hochgezogen wurde. Dieser von außen nicht einsehbare Raum konnte also für die Etablierung eines weiteren Dachgeschoßes genutzt werden.
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